Leserkommentare zum Artikel

Die EU-Kosmetikverordnung kommt

Mitte des Jahres 2013 löst die neue EU-Kosmetikverordnung die bislang geltende deutsche Kosmetikverordnung ab. Sie betrifft vor allem Hersteller von Kosmetika. Aber auch Händler sind von ihr betroffen, denn einige ihrer Informationspflichten und Werberegelungen sind gerade für Händler von Belang. Die IT-Recht Kanzlei stellt die EU-Kosmetikverordnung vor und erläutert die auf Hersteller und Händler zukommenden Pflichten.

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Geschäftsführer i.R.

Beitrag von Thull Manfred
16.05.2014, 13:10 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, Nach Aussage von Eurofins Laborservices GmbH, Institut für LWA, Bucherstr. 25, 90427 Nürnberg -Herr Klaus-Dieter Schröttel- sind lichthärtende Gele für die Nagelmodellage nach der EU-Kosmetikverordnung mit dem Inhaltsstoff HEMA ( Hexamethylacrylat) nur eingeschränkt verkehrsfähig und müssen mit dem Hinweis "nur für gewerbliche Verwendung" ausgezeichnet sein. Ein Verkauf an Verbraucher ist bei Douglas/DM/Galeria-Kaufhof/Karstadt usw. demnach nicht möglich. Bei allen Produkten in den vorgenannten Läden ist dieser Hinweis nicht auf dem Etikett vermerkt, demnach muss der Verbraucher annehmen , dass eine Verwendung keine Sachkenntnis erfordert und Verarbeitungsfehler keine Schäden verursachen. Im TV gibt es auch keinen Shop mit dieser Produktpalette. Die Kaufhäuser und Drogerieketten setzen sich offensichtlich über die Rechtslage hinweg oder haben Verkehrsbescheinigungen der gefälligen Art und wer sie ausgestellt hat. Bei Nagelstudios werden Kontrollen vom Gesundheitsamt durchgeführt, einschließlich ob die Verkaufsprodukte an ihre Kunden Vorschriften entsprechen. Auf diesem Weg animieren und versorgen die Kaufhäuser und Ketten die Kunden der Nagelstudios und hebeln gleichzeitig den Markt aus. Bei Amazon und Ebay wird das Problem umgangen, dass jeder die Produkte mit der Einschränkung kaufen kann ohne einen Nachweis der gewerblichen Verwendung mit Sachkunde bezeugen braucht. An der Preisgestaltung, immer als Endpreis, ist natürlich auch hier zu erkennen, dass diese Shops für Jederfrau/mann aufgebaut sind. Eine Anwaltskanzlei in unserer Nähe hat sich wie folgt geäussert: Natürlich nehmen wir den Auftrag an und schicken Ihnen die Rechnung, aber haben Sie auch genug Geld sich mit einem Heer von Anwälten der Konzerne anzulegen? Wir berechnen Ihnen jedes Schreiben und jedes Telefongespräch. Über eine zeitnahe Antwort von Ihnen würde ich mich freuen

Polystyrol-Verpackungsdosen

Beitrag von rainer@friedenstab.de
23.05.2013, 15:09 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, Als Hersteller von kleinen Plastikdosen, die für Verpackung von Schminkstifte Verwendung finden, sind wir von unserem Kunden aufgefordert, zu bestätigen, dass das eingesetzte Polystyrol mit der EU-Kosmetikverordnung konform ist. Der Rohstoff Polystyrol ist ein Material, das für Lebensmittelverpackung (z.B. Joghurtbecher) verwendet wird. Ein absulut unbedenkliches Material. Bei der Nachfrage beim Rohstofflieferanten bezüglich dieser Bestätigung wurde uns mitgeteilt, dass das Verpackungsmaterial (der Stifte) nicht relevant ist bezüglich der aktuellen Verordnung. Unser Kunde akzeptiert jedoch nicht diese Auskunft. Was können wir noch diesbezüglich in die Wege leiten? Vielen Dank im Voraus für eine Inormation. Beste Grüße? Rainer Friedenstab

Einblick in die Verordnung

Beitrag von IT Recht Kanzlei
17.05.2013, 12:22 Uhr

http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2009:342:0059:0209:DE:PDF

Einblick in die Verordnung

Beitrag von Petra S.
17.05.2013, 08:04 Uhr

Liebe Kanzlei,

gibt es bereits Zugang zu der gesamten EU-Kosmetikverordnung bzw. wo findet man ein PDF, wo man Einsicht auf die Details nehmen kann.

Vielen Dank im Voraus.

Liebe Grüße Petra S.

Inhaltstoffe

Beitrag von Porsch
08.04.2013, 19:38 Uhr

Reicht es aus, wenn man im Online-Shop schreibt: Bestandteile siehe Verpackung oder Packungsbeilage?

Vielen Dank für eine Rückinfo Gabriele Porsch

ätherische Öle in Kosmetikprodukten

Beitrag von Regina Schindler
08.04.2013, 10:10 Uhr

Sehr geehrte Kanzlei,

ich hätte bitte eine Frage da ich diese nicht in Ihrem Beitrag beantwortet finde. Hat sich etwas am Stand der Liste von 2005 bzgl. dem Gehalt etwas geändert?

Seit März 2005 müssen laut Kosmetikverordnung in Pflege- und Reinigungspräparaten 26 allergene Duftstoffe, die in ätherischen Ölen oder in Parfüms vorkommen können, auf der Verpackung deklariert werden, und zwar ab einem Gehalt von 0,001% bei Produkten, die auf der Haut verbleiben ("Leave On"-Produkte) und ab 0,01% für jene, die wieder abgenommen werden ("Rinse Off"-Produkte). Diese 26 Allergene in ätherischen Ölen haben folgende INCI-Bezeichnungen: ....

???

Da eine Kosmetikfirma, die seither sich gerühmt hat KEINERLEI dieser Stoffe zu verwenden, nun laut Produktbuch (Vergleich 2012 und 2013) in etlichen Produkten Limonene, Geraniol und Linalool als Inhaltstoffe angibt. Diese sind für mich nun auch zu riechen, ich bin Allergiker. (Diese Firma hatte schon immer ALLE Inhaltstoffe gemäß INCI angegeben gehabt)

Nun meldet die Firma aber meldet folgendes: Da eine neue gesetzliche Regelung vorschreibt, dass auch kleinste Mengen, auch wenn es Bestandteile anderer Inhaltsstoffe sind, deklariert werden müssen.

Gerne wüßte ich ob dies korrekt ist.

Recht herzlichen Dank

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