von RA Felix Barth

Abmahnsicher: Verkauf von Orangensaft aus Orangensaft-Konzentrat

News vom 16.04.2009, 08:59 Uhr | 2 Kommentare 

Das Oberlandesgericht Stuttgart (Urteil v. 18.12.2008 - Az.: 2 U 86/08) hatte jüngst entschieden, dass die Prospektwerbung mit „Orangensaft“ irreführend ist, soweit es sich dabei um „Orangensaft aus Orangensaft-Konzentrat“ handelt.

Bei der Beurteilung komme es auf die Sichtweise eines durchschnittlich informierten Verbrauchers an und der schätze den nicht aus Konzentrat bestehenden Saft wegen der unterschiedlichen Herstellungsweise als hochwertiger ein und werde damit in die Irre geführt. Zudem liege ein Verstoß gegen die Lebensmittelkennzeichenverordnung vor, da es hinsichtlich der richtigen Angaben nicht nur auf die Originalverpackung sondern auch auf  die Angaben in der Prospektwerbung oder an einem Verkaufsständer ankomme.

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Autor:
Felix Barth
Rechtsanwalt und Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz

Besucherkommentare

Der "durchschnittliche" Verbraucher

28.04.2009, 10:42 Uhr

Kommentar von Saft-Trinker

denkt auch, das Orangennektar was ganz dolles ist. Abstufung: # Orangenfruchtsaftgetränk (mind. 6% Fruchtgehalt) # Orangenfrucht-Nektar (bis 50% Fruchtgehalt) # Orangensaft aus Konzentrat (100%...

Direktsaft

16.04.2009, 21:16 Uhr

Kommentar von Tilman

Naja... eigentlich weiss "man" dass der Standard O-Saft aus Konzentrat ist. Der "bessere" Saft heisst "Direktsaft" oder "Direkt gepresst". Übrigens, ein Thema dass vielleicht demnächst öfter vor...

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