veröffentlicht von RA Max-Lion Keller, LL.M. (IT-Recht)

Auch „passive“ Endgeräte fallen künftig unter das ElektroG

News vom 11.01.2019, 17:43 Uhr | 1 Kommentar 

Anders als zahlreiche andere EU-Staaten sieht die stiftung ear viele Elektrogeräte, die Ströme lediglich durchleiten, sogenannte „passive“ Geräte, bislang nicht im Anwendungsbereich des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes. Ab dem 01.05.2019 passt die stiftung ear ihre Praxis dahingehend an und stuft auch passive Endgeräte als Elektro- oder Elektronikgerät ein; diese werden damit registrierungs- und meldepflichtig.

Aus der Pressemitteilung der Stiftung EAR:

"Unterscheidung zwischen Endgeräten und Bauteilen

Auch bei passiven Produkten ist die Unterscheidung zwischen Endgeräten und Bauteilen wichtig. Während Endgeräte, in den Anwendungsbereich fallen, bleiben Bauteile auch weiterhin davon ausgenommen. Zu Endgeräten gehören beispielsweise fertig konfektionierte Verlängerungskabel, Lichtschalter, Steckdosen und Stromschienen. Als Bauteile eingestuft werden z. B.

  • Kabel als Meterware,
  • Aderendhülsen und
  • Ringkabelschuhe.

Registrierung einfach über das ear-Portal zu beantragen

Hersteller passiver Endgeräte sind verpflichtet, ihren Registrierungsantrag vor dem 01.05.2019 zu stellen. Dies kann über das ear-Portal vorgenommen werden.

Informationen zum Registrierungsverfahren sowie den Pflichten, die sich aus dem ElektroG für Hersteller ergeben können, stellt die stiftung ear auf ihrer Website bereit.

Nicht abschließende Beispiele für Elektrogeräte, die zusätzlich ab dem 01.05.2019 unter das Gesetz fallen, finden Sie hier."

Veröffentlicht von:
Max-Lion Keller, LL.M. (IT-Recht)
Rechtsanwalt

Besucherkommentare

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14.01.2019, 16:58 Uhr

Kommentar von Michael R

Wenn ich jedes Kabel nun auch entsprechend markieren muss und Kabelfähnchen unumgänglich sind, wie soll ich dann z.B. ein VGA-Kabel markieren? Platz wäre ja schon auf dem Stecker, die sind aber...

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