Leserkommentar zum Artikel

Nach Wegfall des Privacy Shield: Google will US-Datentransfers auf Standardvertragsklauseln stützen – was nun?

Am 16.07.2020 hat der EuGH das US-EU-Datenschutzschild „Privacy Shield“ für ungültig erklärt. Datentransfers in die USA können fortan nicht mehr auf das Übereinkommen gestützt werden. In der Folge drohten Dienste nahezu aller US-Softwareanbieter, Daten rechtswidrig in die USA zu übermitteln. Besonders betroffen vom Wegfall des Privacy Shield war die Google LLC mit seinen zahlreichen Tracking- und Analysediensten. Jüngst kündigte das Unternehmen aber an, auf eine alternative, geeignete Garantie für Datentransfers umzustellen – dies bereits zum 12.08.2020. Was dies für Online-Händler bedeutet und welche Auswirkungen sich für Datenschutz und Datenschutzerklärung ergeben, stellen wir im Folgenden dar.

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Basis der IT-Recht-Kanzlei Facebookseite und Gruppe?

Beitrag von Rudolf Meiser
11.08.2020, 22:12 Uhr

Ich finde Ihre Ausführungen hier sehr richtig und wichtig. Angesichts dessen frage ich mich jedoch, auf welcher Basis die IT-Recht-Kanzlei aktuell ihre Facebookseite und Gruppe betreibt? Hier sind Sie doch Mitverantwortlicher für die Kommunikation und damit auch für eine Übertragung der Daten in die USA, was, wie Sie richtig ausgeführt haben ja aktuell illegal ist, selbst wenn sich Facebook auf die Standardvertragsklauseln berufen würde?

Gleiche Frage für die Google-Techniken, welche Ihre Kanzlei laut eigener Datenschutzerklärung einsetzt? Wäre nicht unabhängig davon gerade bei Google Maps eigentlich eine vorherige Einwilligung des Nutzers von Nöten? Ich finde es etwas verwunderlich, wie Sie auf der einen Seite Ihre Kunden und Leser zu datenschutzrechtlichen Praktiken raten, und diese selbst nicht einhalten.

Weitere Kommentare zu diesem Artikel

  • Herr von Andreas Margenfeld, 04.08.2020, 19:54 Uhr

    Eine sehr gute Betrachtung der Problematik. Ich schätze jedoch, das "Google" zur Zeit nicht das einzige brennende Problem ist. Ich fürchte das eine noch viel größere Zahl von Nutzern (ich auch) von Webbaukästen wie WIX, WEEBLY etc., die ja fast allesamt aus den USA stammen, mit dem weiteren Betrieb... » Weiterlesen

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