Leserkommentar zum Artikel

Brauchen wir PayPal? Über Sinn und Unsinn des Online-Bezahlsystems

Ab dem 15. Februar 2007 verlangt die Firma PayPal bei Zahlungen über ihr Online-Zahlungssystem auch innerhalb Deutschlands Transaktionsgebühren vom Zahlungsempfänger. Spätestens diese Verteuerung, aber auch Schwierigkeiten, die Mandanten der IT-Recht Kanzlei in der letzten Zeit mit PayPal hatten (einem unserer Mandanten wurde erst kürzlich sein PayPal-Konto mit 75.000,00 € eingefroren!!!), lädt dazu ein, über Sinn und Unsinn des Zahlungssystems PayPal einmal genauer nachzudenken.

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PayPal als mafiöses Monopol rowdyhaft gegen integere Kunden als ungesetzlicher Richter

Beitrag von Hagen Grob
07.04.2017, 11:00 Uhr

Seit 2008 habe ich einen PayPal-Account.
Dieser wurde mir im Jahr 2013 ohne eigenes Verschulden plötzlich eingeschränkt und ist seitdem unbenutzbar. Diese Einschränkung hat für mich drastisch unbillige Einschränkungen im Geschäftsverkehr mit an der PayPal-Sache unbeteiligten Händlern zur Folge.
Bis zum Mai 2013 gab es keinerlei Unregelmäßigkeiten und einen geradezu tadellosen Vertragsverlauf.

Als ich im Mai 2013 auf Montage in Rothenburg ob der Tauber im Schaltschrankbau bei "Neuberger" arbeitete, erhielt ich am 3. Mai 2013 plötzlich von PayPal die Mitteilung, dass gerade erst ein dreistelliger Betrag von meinem PayPal-Konto eingezogen wurde. Dies hatte ich nicht veranlasst, zumal noch nie solche hohen Beträge über meinen Account gelaufen waren. Im Wissen, dass dieses Geld von meinem Bankkonto eingezogen würde, habe ich sofort bei Paypal angerufen und um Klärung gebeten. Am selbigen Tage erstattete ich bei der örtlichen Polizeiinspektion die Strafanzeige.

Dazu gibt es ein Schreiben der Staatsanwaltschaft Ansbach.

Es ist eine unglaubliche Unverschämtheit von PayPal, mit einem integeren Kunden jegliche Geschäftsbeziehung abzubrechen, weil sein Konto von Hackern und also von Dritten missbraucht wurde und er nicht die allergeringste Schuld daran hat und nun nachhaltig langfristig den größten Schaden hat!

Nunmehr könnte ich gerade jetzt, wo ich auf günstigste Preise achten muss, infolge der Willkür von PayPal bei keinem Händler Etwas kaufen, obwohl der Händler mir die Ware verkauft hätte, wäre da Paypal nicht als selbsternannter EU-Gendarm einer Mafia dazwischen, mich grundlos vom monopolistischen Bezahldienst, an dem Keiner vorbeikommt, ersatzlos auszuschließen.
Das ist ähnlich, jedoch um Dimensionen eingreifender, als zuweilen die Diskriminierung von Kunden, die keine Kreditkarte haben und keine wollen oder wegen ALG-Bezug keine erhalten würden.

Während ich ab dem Jahr 2013 unter der Zeitarbeitsfirma "von Caprivi" Stuttgart ständig auf Montage war, habe ich werktags und oft zusammenhängend 2 Wochen keinen PC mit Internetzugang nutzen können, da dieser zu Hause in 650km Entfernung nördlich stand und ich keinen Laptop besaß. Lediglich stark eingeschränkt mit einem aus 2005 stammenden "Nokia E61" konnte ich e-Mails versenden und empfangen und mit nur stark eingeschränkter Navigation auf den Webseiten von eBay und PayPal schauen, aber keine Vorgänge auslösen bzw. mich nicht einloggen. Diese alten Smartphones unter dem OS "Symbian 60" löschen im eigenen Browser oder dem "Opera mini"nämlich die gerade eingegebene Login-Namenszeile, wenn in der nächsten Zeile das Passwort eingegeben wird, so dass es schier unmöglich ist, sich irgendwo damit einzuloggen.


Im weiteren Verlaufe des Jahres 2013 bemerkte ich mehrmals, dass ich mich am PC weder bei PayPal, noch bei eBay einloggen konnte und mir jedes Mal neue Passwörter geben lassen musste. Ich habe jedoch ein hervorragendes Gedächtnis für Passwörter und zuweilen 24-stelligen Zugangscodes, so dass das Vergessen eines Passwortes bei mir äußerst unwahrscheinlich ist. Ferner verfügt der Browser auf meinem heimischen PC über eine Speicherfunktion, mit der er die erfolgreich benutzten Passwörter zum schnelleren Einloggen automatisch einsetzt und das Login beschleunigt. Wenn das dort abgespeicherte Passwort plötzlich falsch sein soll, dann ist doch bewiesen, dass ich mich nicht geirrt habe, wenn ich mich hinterher auch mit manueller Eingabe nicht einloggen kann!

Im September 2013, während ich in Neu Ulm arbeitete und dort eine Arbeiterunterkunft hatte, bekam ich plötzlich die Ankündigung, dass man mein PayPal-Konto einschränken wolle. In einem Anruf bei PayPal wurde mir von einem mir namentlich nicht bekannten Mitarbeiter während der Erörterung stets mit der Ansprache "Sie haben .... " brüsk wahrheitswidrig vorgeworfen, ich hätte mehrere Abos auf dem Account gehabt, ich hätte "SafeCard" abonniert (und weiß bis heute noch nicht, was es ist und wie das da rein kommt). Angeblich hätte ich "zu viele Käuferbeschwerden" verursacht. Dabei habe ich doch in dieser Zeit gar nichts verkauft oder angeboten, so dass es gar nicht sein konnte, dass ein Käufer sich über mich beschwert. Was ich demnach nicht alles gemacht haben soll und rätselhafter Weise von gar nichts weiß ..... krimineller geht es gar nicht!!!

Stellen Sie sich vor, Sie haben ein reines Gewissen und Jemand, der Ihnen eine von Ihnen benötigte Leistung vorenthält spricht Sie an und begründet Ihren Ausschluss als Kunden damit, indem er sagt: "Sie haben (dies und Jenes gemacht) ..... " und das stimmt alles nicht!

Besonders auffällig war in den stets kurzen Zeitfenstern, in denen ich über eBay vereinzelt Artikel kaufte bzw. kaufen konnte und mit PayPal zahlte, dass PayPal ständig von der angewiesenen und über die eBay-Kaufabwicklung unabänderlich gezahlten Summe Teilbeträge einbehielt, woraufhin der jeweilige Verkäufer sich dann beklagte, nicht die volle Summe erhalten zu haben und mich zur Nachzahlung aufforderte.

Überwies ich z.B. genau 20,00 EUR an den Verkäufer, kamen im Widerspruch zu meinem PayPal-Kontoauszug, welcher exakt die Zahlung von 20,00 € auswies, nur 19,27 € beim Verkäufer an.
Das war mir neu und mit Recht beschwerdewürdig. Wenn ich eine Banküberweisung mache, kommt das Geld auch ohne Abzug beim Empfänger an! Warum nicht bei PayPal?!

In diesem Zusammenhang ermittelte ich, dass im Internet sich zahllose ehemalige PayPal-Kunden darüber beklagten, wenn sie zahlten, dass das Geld nicht in voller Höhe beim Empfänger ankam und die Beschwerden dieser Empfänger dazu führten, dass die integeren Kunden, welche auch tatsächlich die volle Summe zahlten aufgrund der durch PayPal betrogenen Gegenseite Beschwerden bekamen, die Paypal zum Einschränken der Konten ehrlicher Kunden veranlasste.

Ferner habe ich zu beklagen, dass nach meinem Ausschluss von PayPal meine Zahlung per Überweisung in Verbindung mit einem früheren eBay-Account, den ich auch von daher löschen ließ, bei verschiedenen Geschäftspartnern solches Missfallen auslöste, dass ich einmal sogar eine negative Bewertung bekam, Zitat: " Wieder so ein Arschloch, dass kein PayPal hat!".

Ich konnte diese Bewertung zwar entfernen lassen, aber es blieb "negativ" stehen. Ferner bewerteten mich andere Verkäufer gar nicht oder als neutral, weil sie es nicht tolerierten, dass ich kein PayPal hatte oder monierten, dass die Zahlung nicht zeitnah wie bei PayPal ankam. Bei einigen Händlern wurde ich sogar gesperrt. Wiederum gibt es Händler, die nur PayPal-Zahlung akzeptieren, bei denen ich also willkürlich ausgeschlossen werde, obwohl PayPal mir nicht zu verbieten hat, mit wem ich Geschäfte abschließe.

PayPal hat das Monopol, es gibt keinen Ersatz dafür und somit ist es zwingend, dass man ein PayPal-Konto hat, wenn man bestimmte Angebote deutlich günstiger braucht. Das ist beinahe so schlimm, als dürfte ich in ganz Deutschland kein Bankkonto mehr haben.


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Indessen existiert seit 2014 ein PayPal-Account auf den Namen meines Vaters in Thüringen mit seiner e-Mail-Adresse und wurde mit der Bankverbindung des Kontos meines Vaters verifiziert. Nachdem infolge zahlreicher Verkäufe und eingehender PayPal-Zahlungen (bei denen ich das obige Phänomen des Geldverlustes zwar auch feststellte, aber mich daher nicht über die jeweiligen Käufer beschwerte!) das Konto auf Guthaben-Basis geführt wurde, konnte ich nach geraumer Zeit mein Bankkonto dort eintragen und PayPal kündigte nicht. Es klappt alles tadellos und es gibt bisher keine Probleme damit!

Bedauerlicher Weise ist mein Vater bereits 83 Jahre alt und hatte mehrere Schlaganfälle. Wie lange er noch leben wird, weiß ich nicht. Sobald PayPal jedoch - auf welchem Wege auch immer - davon erfährt, wenn es soweit ist, das mein Vater verstorben sei, ist der PayPal-Account hinfällig, da nicht vererbbar und ich stehe wieder vor demselben Problem.

Von daher ist es dringend erforderlich, dass mein eingeschränkter PayPal-Account unbedingt von der ungerechtfertigten Einschränkung befreit wird.

Noch ein wichtiger Hinweis: Ich habe 2008 in den Niederlanden gelebt und gearbeitet. Damit verbunden existiert noch ein aktives Girokonto bei der Rabobank Goree-Overflakkee.
Da sich dieses technisch bedingt nicht mit einem deutschen PayPal-Konto verknüpfen ließ, musste ein zweiter PayPal-Account eingerichtet werden. Jedoch wird dieses Konto auf Guthaben-Basis erhalten und bietet Pfändungsschutz.

Dieser niederländische Account unter anderer E-Mail-Adresse ist absolut unbescholten gelaufen! Es gibt überhaupt keine Probleme damit! Dennoch hat PayPal diesen auch gesperrt!

Nachdem mir der deutsche Account eingeschränkt wurde, musste ich auf den niederländischen Account ausweichen. Aber: eBay muss "gepetzt" haben und somit wurde er auch eingeschränkt mit der telefonischen Begründung: "Der Abbruch der Geschäftsbeziehung ist nicht abhängig von der Führung des Accounts, sondern vom Inhaber!"

Da ich mein niederländisches Konto am Laufen halte und ich nach mehreren HeadHunter-Anfragen der Firma aus Schiedam nicht ausschließen kann, wieder in den Niederlanden zu arbeiten, wäre das eine Alternative, wenigstens dieses PayPal-Konto aus der Einschränkung wieder frei zu bekommen.

Dazu müsste ich aber erst wieder eine niederländische Wohnadresse nachweisen können und eine niederländische Festnetznummer. Sonst geht das nicht.

Was ich bisher unternommen habe: Da PayPal keine wirkliche Hausanschrift hat, musste ich von meiner E-Mail-Adresse an Paypal schreiben und pdf-Anhänge zufügen.

Zu meiner größten Empörung kam jedes Mal diese E-Mail zurück mit der haltlosen Behauptung, ich hätte nicht von der im PayPal-Konto hinterlegten E-Mail-Adresse geschrieben.
Vorrangig nutze ich seit 17 Jahren völlig werbefreie e-Mail-Adressen des niederländisch-russischen Anbieters Yandex.

Wo diese Adressen wegen des Länder-Suffix "ru" nicht akzeptiert werden (Deutsche Post /DHL auf den Webseiten: Portokasse, efiliale, ePost, efax, Portokalkulator, Packstation) musste ich zweckgebunden seit 2005 zwei deutsche Mailadressen einrichten, welche mir leider auch mit unmäßiger GMX-Werbung zugemüllt werden.
Aber, da ich die beiden PayPal – Account -Leichen nicht gebrauchen kann, habe ich vor der angekündigten Einschränkung rechtzeitig beide E-mail-Adressen auf diese beiden GMX-Accounts geändert, damit der PayPay-Pal-Müll an fortan nutzlosen PayPal-Mails nicht auf den sauber zu haltenden yandex-Accounts ankommt.

PayPal war nicht richtig zu erreichen.
Es war weder eine gültige Postanschrift, noch ein anderer Kontaktweg vorhanden. Somit machte es über 3 Jahre keinen Sinn, überhaupt einen Kontaktversuch zu unternehmen.

Nunmehr gab es kurzzeitig im Jahr 2016 eine Rufnummer. Das Gespräch vom 10. Juli 2016 habe ich aufgezeichnet.

Ferner gab es eine Faxnummer in Berlin, die mir im Verlaufe des Gespräches von Frau Haike Fischer (diese Schreibweise mit „ai“ erwähnte sie auch) mitgeteilt wurde. Auf Faxe wurde bisher nicht reagiert, obwohl diese erfolgreich gesendet wurden.

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