Leserkommentar zum Artikel

EU-Vorhaben zur Produktsicherheit und „Made in Germany“: Viel Lärm um nichts?

Die EU-Kommission will (zumindest mittelbar) ein Heiligtum der deutschen Industrie antasten: Nach einem Normvorschlag sollen künftig alle in der EU produzierten Produkte entweder mit „Made in EU“ oder „Made in [Mitgliedsstaat]“ gekennzeichnet werden – was als relativ harmlose Idee begann, hat nun eine hitzige Debatte über Sinn und Unsinn des Labels entzündet. Aber wie schlimm steht es nun um „Made in Germany“? Ein Überblick.

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Made in Germany für alles

Beitrag von Holger Tiegel
17.08.2013, 09:02 Uhr

Es ist schon erstaunlich, wie aus einer praktischen Anwendung zur Qualitätssicherung eine bürokratische Blüte entsteht.

"Made in Germany" heisst dorch nichts anderes als "Gemacht in Deutschland". Der Schriftzug begann im damaligen industriestarken England. Logischerweise wurde er in englischer Sprache verfasst. Englisch ist nun mal eine Weltsprache.

So nahm "Made in Germany! seinen Lauf. Es bleibt jedoch nichts weiter, als ein Hinweis der Herstellung in Deutschland. Menschen verbinden damit eine Qualität der Produkte. Ob diese Qualität immer hält was sie verspricht ist eine andere Sache.

Doch was ist mit einem 20 Jahre altem Produkt? Auf dem steht ja dann immer noch "Made in Germany". Die Anfangsqualität hat es dann bestimmt nicht mehr.

Bürokratische Juristen der EU sollten sich auf den Ursprung "Made in Germany" zurück besinnen. Jeder Hersteller kann doch sagen in welchem Land er produziert hat. Und in welcher Sprache er den Schriftzug verfasst ist doch auch seine Entscheidung. Bedienungsanleitungen werden auch in verschiedenen Sprachen mitgeliefert.

Oder muss ich dann zukünftig für meinen Auftraggeber unter meinem Werbetext "Made in Germany" schreiben? Vielleicht dann noch vy Werbetexterservice, weil der Kunde über meine Webseite kam?

Ich finde die Sache lächerlich und wenn es so kommt, dann wieder zu unnötigen Lasten der Unternehmen.

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