Leserkommentare zum Artikel

PayPal-Panne: Die neue Abmahn-Falle für Online-Händler

PayPal hat durch seine Geschäftspolitik in der Vergangenheit schon für einigen Unmut unter den Online-Händlern gesorgt – jetzt kommt ein neuer Grund hinzu: Wie bereits [wortfilter.de|http://www.wortfilter.de/] berichtet hat, werden Händler neuerdings durch eine ungefilterte PayPal-Werbeeinblendung auf eBay.de zu wettbewerbswidrigem Handeln „gezwungen“.

» Artikel lesen


Ohne Grund ein Inkassounternehmen eingeschaltet

Beitrag von Alex
05.07.2019, 10:14 Uhr

Mein Verkäufer überredete mich, eine Bezahlung mittels Paypal durchzuführen. Zuvor habe ich das Paypal Konto so eingerichtet, dass das Geld problemlos von meinem Girokonto abgebucht werden hätte könnten. Erst als das Konto bestätigt war, habe ich die Ware bezahlt.

In der Zwischenzeit habe ich festgestellt, dass ein Inkassounternehmen mit der Einforderung des Betrages beauftragt wurde, obwohl man mir auch am Telefon bestätigt hat, dass jetzt alles so eingerichtet ist, dass der bezahlte Betrag als Lastschrift von meinem Konto eingezogen wurde ("... das Konto wurde bestätigt ..."). Auf meinem Konto wurde der Betrag nicht abgebucht. Nachdem was ich hier gelesen habe, hat man absichtlich die Lastschrift ausgesetzt, um ein Inkassounternehmen beauftragen zu können. Das ist eine Riesen-Schweinerei! Ich versuche das noch, gütlich zu klären, vermute aber, dass das ohne einen Rechtsanwalt nicht gehen wird.

Mein Fazit: Nie mehr zahle ich per Paypal! Mein Konto werde ich erst nach einer Zeit aus Sicherheitsgründen löschen!

VG Alex

Nur Gemeinsam kann man EBAY und PAYPAL zur Umkehr "zwingen"

Beitrag von Phila G.
15.08.2018, 12:48 Uhr

Die Ebay und Paypal-Problematik stört seit Jahren und betrifft "Tausende" von Online-Händler. Jeder für sich alleine toleriert das (ohne es wirklich zu akzeptieren) und so verdienen diese beiden Unternehmen Monat für Monat "Millionen" auf dem Rücken deutscher Gewerbetreibender. Was nutzt das Jammern darüber, wenn sich die Betroffenen nicht zusammenschließen und mit Unterstützung eines Fachanwaltes rechtlich dagegen vorgehen!?!?!?!? Dafür wird es m.E. allerhöchste Zeit!

Geld eingefroren

Beitrag von Katja
01.09.2015, 16:13 Uhr

01.09.2015-Puh, uns hat es auch getroffen. Wir haben für eine wohltätigen Zweck im Internet Ware gekauft, die wir Bedürftigen spenden wollten. Mit Paypal haben die Ware bezahlt. Bei dem Lieferanten haben wir schon häufiger für unseren Ebay Shop bestellt. Geld ist unter `security review`. Auf Nachfrage teilte man uns mit, man werde den Fall intern `eskalieren`. Wir haben nachgefragt ob wir Nachweise (Auftragsliste) etc. liefern sollen. Keine Antwort. Null. Was für Arschlöcher. Die unterschlagen einfach Geld und man kann nichts machen.Luxemburg, Schiedsstelle in London. Dumm gelaufen.

angeblicher käuferschutz durch paypal- rechtlich haltbar?

Beitrag von tim taler
31.05.2014, 14:07 Uhr

eine frage, die sich mir stellt und die sicher die experten von der kanzlei beantworten können:

ich denke nicht, dass der sogenannte käuferschutz rechtlichen bestand hätte, wenn man den genau prüft.

meiner meinung nach kann doch nur eine richterliche instanz ein urteil über recht/ unrecht fällen, oder??

wenn paypal jetzt einen käuferschutz generiert: wer entscheidet denn den fall? vermutlich irgendein sachbearbeiter- wenn nicht sogar eine maschine.... :o)

wenn ich jetzt also bei uns im stadtgarten alle bäume auspflanze und die bei mir in den garten einpflanze könnte ich dann rein theoretisch auch gleich meinen nachbarn beauftragen (der ist sachbearbeiter in einer möbelfabrik) mir einen schutz zu gewährleisten und zu entscheiden, dass ich rechtmässig gehandelt habe???

hier ist wohl leider alles tot

Beitrag von tim taler
31.05.2014, 13:51 Uhr

gut gedacht, hier ein "portal" einzurichten, welches sich mit den machenschaften von ebay und paypal beschäftigt, in der hoffnung, dieser riesensauerei ein für allemal ein ende zu bereiten......leider scheint es ja nicht wirklich viele betroffenen zu geben, zumindest nach der anzahl der kommentare zu urteilen.

wie dem auch sei: vielleicht gelingt es ja, auch mit hilfe der it-recht-kanzlei, ein wenig mehr schwung in diese "bewegung" zu bringen.......seit dieser thread eröffnet wurde, hat sich das verhalten der o.g. noch deutlich negativer entwickelt.......

Onlinehändler, der durch monoplähnliche Machenschaften zu Paypal gezwungen wird

Beitrag von Ron Brinckmann
07.05.2014, 09:00 Uhr

Ich bin nur ein kleiner Ebayhändler und bezahle schon jetzt mehrere Hundert Euro an Paypalgebühren jährlich und verstehe den Sinn nicht so richtig. Was für eine Gegenleistung genau erhalte ich für dieses Geld? Ich habe mir nie etwas zu Schulden kommen lassen und wenn der Kunde von seinem Rückgaberecht gebrauch machen will, dann ist das grundsätzlich kein Problem für mich. Ich fühle mich irgendwie bevormundet und drangsaliert. (Manchmal sogar wie im Kindergarten...) Für die Paypalgebühren kann man sich schonmal das eine oder andere Eis mehr kaufen oder einen Kurzurlaub. Existieren schon Ueteile bezüglich der Ebaypolitik? Das ist ja eigentlich Nötigung und Erpressung im Sinne das StGB. Insbesondere, wenn die gewerbliche Existenz von diesem System zur Zeit total abhängig ist. Paypal an sich als Treuhandservice ist ja eigentlich keine schlechte Idee. Das System soll alle vor Betrug und Abzocke schützen. Aber wenn für jede einzelne Transaktion unverhältnismäßig hohe Gebühren bezahlt werden müssen, völlig egal, ob man lieb oder böse ist, dann stellt sich doch die Frage, inwiefern das Paypalsystem an sich fair ist. Der unbescholtene Bürger ist mal wieder der Idiot, der die Machenschaften der Betrüger auszugleichen hat. Das ist eigentlich eine einseitige Vorteilsnahme und geht jeden der Paypalgebühren zahlen muss gegen den Strich. Außerdem verzerrt Paypal mit seinem Auftreten die Tatsachen. Letztlich bezahlt der Kunde die Gebühren über die Preise, es kostet ihn also doch etwas. Und wenn man Ihn darauf aufmerksam macht, dass die Gebühren für Paypal extra zu zahlen sind (Schließlich ist es hauptsächlich die "Sicherheit" des Käufers, die Paypal bewirken kann), entscheidet er sich meistens doch lieber für die gute alte Banküberweisung. Ich möchte keine sinnlos überteuerten Paypalgebühren bezahlen. Das sind über Jahre meherererererere Tausend Euro. Ich würde mich gerne dieser Initiative gegen Paypal mit finanzieller Unterstützung anschließen. (Habe eigentlich nicht so viel Zeit, weil mein Geschäft an sich ganz gut läuft.) Es muss aber mit konkreten Aktionen bewiesen werden, dass mein Geld wirklich aktiv gegen Paypal eingesetzt wird.

paypal-Gewinnspiel

Beitrag von Brehm
04.02.2014, 02:47 Uhr

Habe vormittags email von paypal bekommen: "Sie haben 500,- gewonnen". Am Abend (und nach gefüllten Kassen vermutlich) der Widerruf: "Das war leider ein Irrtum, Sie haben nicht gewonnen". Genau davor soll eigentlich der Paragraf 661a BGB schützen. Ich bin darauf zu Gericht, die Richterin lehnte die beantragte Prozesskostenhilfe jedoch ab: Paypal sei das aus Versehen passiert und habe ja am Abend widerruft, die Gewinn-Zusage sei nichtig. Klare Rechtsbeugung, paypal ist reich und Geld regiert leider auch deutsche Gerichte.

Paypal Vergewaltigung

Beitrag von Friedemann C. A. Braun
14.09.2013, 22:28 Uhr

Es ist schon ein testimonium paubertatis: da erwirbt man einen ebay Artikel und zahlt ganz brav mit seiner Kreditkarte. Auf dem Auszug aber steht: "bezahlt hat Paypal" Ebay zwingt also alle seine Mitglieder zu Zahlungsabwicklungen durch Paypal. Das will ich nicht und möchte nicht mehr über Ebay einkaufen. Wenn man aber einen Artikel sucht, taucht in irgendeiner Form Ebay auf und man wird ohne Eigennavigation auf deren Site gezwungen. Keine persönlichen Rechte mehr. Es ist, wie ein Krieg. Man muss den Ebay Befehlen gehorchen, Wenn dann irgendetwas falsch läuft und man kann die von anderen gesetzten Regeln nicht halten, wir man ausgeschasst...

Schnell weg von diesem Internett schnell weg von Ebay, weg von diesem Online Wohlstand, das ist ja schrecklich....

PayPal gehört abgeschaft!!!!!!

Beitrag von Sonja
03.08.2013, 16:26 Uhr

Hallo,

ich bin auch geschädigte von PayPal und habe deshalb großes Interesse mich mit allen anderen Geschädigten zusammen zu tun, damit denen von PayPal endlich mal ein Ende gesetzt wird.

Habe ebenso sehr schlechte Erfahrungen mit PayPal gemacht und habe jetzt nur zusammen mit einigen Freunden etwas gegen die unternommen, wie ihr hier in meinem Bericht lesen könnt.

Die Gelder wurden von PayPal ohne Ankündigung einfach an Käufer zurückgebucht, da war dann meine verkaufte Ware längst abgeschickt und die Gelder von den Käufern waren auch weg. Zum Glück hatte ich Käufer, die ehrlich waren, und sie haben mir den Kaufbetrag auf mein Bankkonto überwiesen. PayPal hat Tausende von Euros einfach eingefroren. Ebenso mein ebay-Konto blockiert. Ebay sagt selbst, dass sie die Geschäftspraktiken von PayPal nicht gut finden, jedoch nichts unternehmen können. Bitte helft alle mit. Da die Mitarbeiter von PayPal meiner Meinung nach nur dazu da sind, Ihre Kunden zu verarschen, habe ich folgendes jetzt unternommen. Zusammen mit Freunden rufen wir über die kostenlose Rufnummer von PayPal 0800-7234500 mit mehreren Handys gleichzeitig an, und das von morgens 8 Uhr bis 21:30 Uhr. Dazu faxen wir ununterbrochen Mitteilungen, wo wir Beschwerden, usw. an PayPal senden. Wir faxen derzeit täglich ca. 1000 Blätter durch mit unseren Beschwerden und Aufforderung zur Bearbeitung, Blätter mit Beschwerden aus Foren oder einfach nur sonstige Blätter...... Als Einzelner sind wir noch schwach. Wenn alle das tun würden, und alle Holtlines und Faxgeräte von PayPal wären ununterbrochen mit Beschwerden blockiert, so wie sie unsere Gelder, PayPal-Konten und ebay-Konten blockieren, wird PayPal ganz schnell merken, dass sie so nicht mehr lange existieren können. Gleiches Recht für alle: PayPal blockiert unsere Gelder und Konten, wir blockieren denen ihre Hotlines und Faxgeräte. Was haltet ihr davon???? PayPal bettelt uns schon darum, dass wir endlich aufhören sollen, ständig anzurufen und zu faxen, da ihr System allein durch uns schon sehr belastet ist. Bitte helft alle mit das Gleiche zu tun, damit PayPal uns nicht weiter verarschen kann und vielleicht sich schon bald ein neues Onlinezahlsystem und ein neues Online-Auktionshaus den Durchbruch schafft. Kostenlose Hotline von PayPal: 0800-7234500 Fax von PayPal: 030-408181713

Liebe Grüße, Sonja

Existenzschädigend!

Beitrag von Purpur
31.01.2012, 10:37 Uhr

Hallo,

was zurzeit für Zahlungsmethoden bei Ebay eingeführt werden, ist eine absolute Frechheit. Man muss unter Umständen bis zu 28 Tagen auf sein Geld warten. 7 Tage über Paypal ist schon unverschämt, aber die neue Zahlungsmethode grenzt an Existenzschädigung. Wenn jemand über das Internet seinen Lebensunterhalt verdient, kann er auf die Art einpacken. Ich fasse es nicht, dass es rechtlich gesehen gerecht ist, dass mein verdientes Geld auf diese Weise festgehalten werden kann und Ebay über Paypal sich in der Zwischenzeit damit bereichert.

Kann man da nichts tun???

04721-393966

Beitrag von Jan Mohammad
15.12.2011, 10:45 Uhr

Hallo,

ich möchte etwas mehr über das Portal, das gegen PayPal eingerichtet wird oder bereits eingerichtet worden ist, erfahren. Vielleich kann ich auch einen kleinen Beitrag dazu leisten. Meine E-Mail-Adresse: jan.mohammad@web.de

Deshalb bin in nicht auf Ebay

Beitrag von Jacko
25.09.2011, 12:06 Uhr

Ich verkaufe Elektronik aus Restbestände, teilweise gebraucht, als Sammlerstücke, ohne Garantie, aber geprüft. Da kann ich selbstverständlich keine PAYPAL bezahlung hinnehmen. Sonst kann jeder Paypal Käufer behaupten was er will, und mein Geld ist weg. Anschliessend muss ich mich dann mit den Dialog auf der Paypal webseite herumärgen, und letztendlich habe ich ja kaum Chancen.

In einem Konflikt bei defekte Artikel ensteht so ganz nebenbei bemerkt eine Beweislast Umkehr, weil der Kunde schickt mir defekte Ware zurück, und ich kann zum Gericht gehen, und ich muss erst mal alles nachweisen.

Tatsächlich geprüfte und funktionierende Artikel "vorsorglich als Defekt" zu verkaufen, tut den Verkaufspreis auf 10% senken, das ist keine Lösung.

Paypal ist daher nur als ein erweitertes Lastschriftverfahren zu betrachten. Bei der Bank kannst du ohne Grund wiederrufen. Bei Paypal reicht es zu sagen "Artikel entspricht nicht der Beschreibung" und schon kommt der Beweislast Umkehr.

Alles nur per Bank Vorkasse anzubieten wäre das Beste, aber das DARF ich ja nicht. Das ist ein KOPPEL Geschäft, und das ist in Deutschen Recht meines Wissens gar nicht erlaubt. Paypal ist ein eigenständiger Firma, auch wenn Sie Ebay gehört. Es bleibt ein Koppelgeschäft. Das eine Geschäft (Ebay Ddienstleistung) bekomme ich nur wenn das andere (Paypal Dienstleistung) dazu nehme, und das sogar gegen Zusatzgebühr.

Wir richten gerade ein Portal gegen paypal ein ...

Beitrag von Sammelkläger gesucht
11.05.2011, 12:37 Uhr

in dem alle Betroffenen ihre Geschichte über die paypal Machenschaften veröffentlichen können. Ferner sind hier schon einige Leute vorhanden, die nun eine Spendensammlung starten,mit diesen Spenden werden wir eine Sammelklage sowohl wie auch in England finanzieren um den Machenschaften ein Ende zu bereiten,gleichzeitig eine Sammelaktion mit Unterschriften die an die Bundesregierung geht und zur Überprüfung der Tätigkeit seitens paypal aufruft sowie die Rechtmässigkeit inwiefern ebay davon betroffen ist,da sie dies als "einzige"sichere Zahlmethode teils vorschreiben ,sollten sie Interesse haben,möchte ich ich Sie bitten hier auf den Kommentar zu antworten.

Zementsocke hat keine Ahnung

Beitrag von Powers
30.05.2009, 03:33 Uhr

Die Ausführungen sind wirklich sehr laienhaft. Denn man kann es sich NICHT aussuchen ob man Paypal einsetzt oder nicht. Und die Formulierung "... wenn der VK unbedingt das Format des Shopverkaufs nutzen will..." ist ja völlig daneben.

Ein großer Verkäufer muss den Shop einsetzen, denn man verkauft heutzutage nicht mehr so viel an Auktionen wie früher. Also dass Zementsocke hier behauptet man könne Ebay als Gewerbliche ganz ohne den Einsatz von paypal bestreiten ist völlig falsch. Denn dann kann man kein professionelles Geschäft betreiben.

Ich befürworte auch nicht dass Ebay allen gewerblichen defacto Paypal aufzwingt, aber es ist die Realität.

Als Gewerblicher ist man bei Ebay von allen Seiten die Zielscheibe, und jeder schiebt den schwarzen Peter an den VK weiter. Die Mehrzahl der VKs auf Ebay versucht lediglich davon zu leben. Unzählige wurden von "betrügerischen" und "geldgeilen" Anwälten zur Pleite gezwungen. Dass hier großes Unrecht geschieht, interessiert natürlich die Deutschen Gerichte nicht. Denn der Kunde ist König und Ebay unangreifbar. Und Ebay unterstützt auch nicht so wie man es sich als VK wünscht.

Es wird also Zeit dass mal Urteile gefällt werden, die der Abmahnwut und der überproportionalisierten Kostennoten ein Ende setzt. Es geht nicht an dass ein Media Markt falsch mit Zoll bewirbt und entweder nichts bezahlt oder genau den selben Betrag wie ein kleiner Onlinehändler, der im Jahr nicht einmal den Umsatz von Media Markt in einer Minute erreicht.

Diese Land ist korrupt und von Lobbyisten durchsetzt. Muss ich leider immer wieder feststellen.

OLG Frankfurt liegt falsch

Beitrag von Powers
30.05.2009, 03:22 Uhr

Die Argumentation ist ein Widerspruch in sich selbst. Zwar ist jeder Händler Verwender der Formel, diese muss aber zwangsweise verwendet werden, da Ebay die Verwendung von Paypal als gewerblicher vorschreibt. Da dieses für den Lebensunterhalt also zwingend notwendig ist, würde dem Verkäufer nur übrigbleiben die Verkäufe einzustellen. Das ist aber ein unbilliges Mittel diesen Rechtsmangel, der abgemahnt wurde, auszuräumen. Schliesslich hat der Abgemahnte keinen Einfluss auf diese Formulierung und erst recht nicht die Macht diese zu ändern. Ich würde der Abmahnung mit diesen Argumenten widersprechen.

Der korrekte Addressat für die Ausräumung des Mangels wäre also Paypal gewesen. Alles andere ist Geldschneiderei und dass das noch von deutschen Gerichten unterstützt wird zeigt entweder dass die Gerichte jeglichen Sinn für Realität und Rechtsphilosiphie verloren haben, oder es zeigt dass das Gericht gerne unterstützende Macht für Anwälte darstellt, die sich auf diese Art und Weise Geld verdienen wollen.

Das ist "leider" gar keine Falle...

Beitrag von Zementsocke
19.05.2009, 23:13 Uhr

Tja, MaxL - das Resumee "Die – unfreiwillige – Verwendung des Hinweises..." kann ich definitiv nicht unterschreiben.

Dass dieser Hinweis eingeblendet wird ist jedem Händler natürlich erst mal klar, sobald er Paypal als Zahlunsgmethode anbietet. Er weiss es, er wird darauf hingewiesen und er sieht es in seinen Angeboten mehrfach drinstehen.

Es steht nun aber natürlich jedem Händler frei 1.) seine Angebote so zu gestalten, dass dieser Hinweis nicht eingeblendet wird (vulgo: er bietet einfach kein Paypal an) und natürlich 2.) gar nicht bei ebay anzubieten.

Die Verpflichtung seitens ebay, Paypal als Zahlungsmethode anzubieten ergibt sich darüber hinaus bekanntlich nur in sehr genau definierten Fällen:

1.) wenn das Profil des Verkäufers "zu schlecht" ist und er im Sinne der ebay-Definition als unzuverlässiger Verkäufer gilt

2.) wenn die Artikel die er anbietet in bestimmte Kategorien gehören, die von ebay als "betrugsintensiv" eingestuft werden, insbesondere Handies, Laptops, Digitalkameras, Unterhaltungselektronik oder ähnliches

oder

3.) wenn er meint, unbedingt das spezielle Angebotsformat des ebay-Shops verwenden zu müssen.

Selbstverständlich steht es aber dem Händler frei, sein "zu unzuverlässiges Profil" durch ein neu angemeldetes (oder eines, das ein Jahr lang inaktiv war) zu ersetzen. Auch kann er jederzeit auf das Anbieten von Artikeln aus den unter 2.) benannten Kategorien zumindest über den Vertriebskanal ebay verzichten. Und selbstverständlich kann er seinen ebay-Shop schliessen.

Dass er ausserdem ohne Paypal nicht mehr weltweit anbieten kann ist aber ebenso wie die anderen drei Punkte ein Umstand, den er mit Abschluss des Vertrages mit ebay akzeptiert hat.

Eine unfreiwillige Verwendung dieses Hinweises, nur weil der von ebay eingeblendet wird, kann ich da aber beim besten Willen nicht sehen, denn zu dieser Einblendung gibt der Händler ja eben durch die Umstände dass und in welcher Art er seine ebay-Angebote aufbereitet den Anlass.

Fraglich ist allerdings tatsächlich, ob und in wie weit hier ebay zumindest als Mitstörer von einem Mitbewerber des VK in die Verantwortung genommen werden kann. Allerdings dürfte diese Frage letztlich nur akademischen Wert besitzen, denn obwohl davon auszugehen ist, dass hier der Mitstörer der solventere Teil der eventuell abmahnbaren Beteiligten sein dürfte wird wohl kaum ein ebay-Händler tatsächlich seine Abmahnung an ebay adressieren.

Mein Fazit lautet daher: wer schon so ungeschickt ist, Paypal als Zahlungsmethode anzubieten, ist definitiv an einer deshalb erfolgten Abmahnung voll und ganz selber schuld. Abgesehen davon ist Paypal in der bekannten Weise unsicher für den Verkäufer, also auch aus diesem Grund nicht anzuraten.

Zwar ändert sich zum 3. Juni wenigstens der Umstand, dass es sich beim Käuferschutz um eine reine Kulanzleistung handelt, allerdings wird weiterhin der Käuferschutz als eine Leistung betrachtet, die seitens Paypal jederzeit ohne Vorankündigung eingeschränkt, geändert oder abgeschafft werden kann. Es wird hier also wenigstens nicht mehr eine Kulanzleistung als Tatsache beworben, aber der Umstand dass ausser in den bereits genannten Fällen auch Verluste auf dem Versandweg nicht durch den Käuferschutz abgedeckt sind, bleibt ebenfalls erhalten.

Neue Artikelansicht

Beitrag von event im trend
15.05.2009, 10:54 Uhr

ebay bietet inzwischen eine neue Artikelansicht, in der bei nicht geschützten Angeboten steht: Dieser Artikel ist nicht über den PayPal-Käuferschutz abgesichert.Info Beispiel: 130305558922

Beitrag von ehemaliger eBay-Händler
14.05.2009, 11:36 Uhr

Kannst du - nur interessiert es eBay nicht. Wie so viele andere Mängel und Ungereimtheiten.

Ohne Titel

Beitrag von MAPODO
14.05.2009, 11:15 Uhr

Ebay verfährt, wie meistens, nach »Gutsherrenart« und schliesslich ist das was eBay macht immer richtig. Deutsche Rechtssprechung ist dort, wenn überhaupt, nur am Rande interessant. Paypals neu designter Auftritt im Konto, birgt auch einige Mängel, so dass unsere Buchhaltung nur den Kopf schüttelt und Mehrarbeit hat.

Und jetzt?

Beitrag von Rechtslaie
13.05.2009, 22:28 Uhr

Darf der Händler die Abmahnung an ebay weiterreichen?

Kommentar schreiben

© 2005-2020 ·IT-Recht Kanzlei Keller-Stoltenhoff, Keller
IT-Recht Kanzlei München 311
4.9 5